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Australien

Kontinent der Superlative

Text und Fotos von Fred Vnoucek
Teil 1

Mehr als zwanzig Flugstunden stecken in meinen Knochen, als ich australischen Boden betrete. Dieses Mal möchte ich nicht nur bekannte Sehenswürdigkeiten wie den Ayer's Rock, das Barriere Riff oder Melbourne besuchen. Das Motto lautet, neben den Hauptsehenswürdigkeiten auch das weniger bekannte Australien zu erkunden.

Dazu gehören die Kimberley's ebenso wie die Westküste des Kontinents, das Cape York sowie der Kakadu Nationalpark. Die Reise wird lang und manchmal auch anstrengend. Ohne vorzugreifen möchte ich sagen, dass sich jede Stunde gelohnt hat und es tatsächlich ein Land hinter den allgemein bekannten Besuchspunkten gibt, welches mehr als nur eine Reise wert ist.

Die Kontrolle ist gründlich aber korrekt. Ich bin froh, keine Lebensmittel im Gepäck zu haben, als ich am Flughafen von Sydney einreise. Die Einfuhr von Nahrungsmitteln jeglicher Art ist verboten, ebenso darf man nichts mitbringen, was mit Tieren zu tun hatte, wie zum Beispiel Sättel oder Reitstiefel.

Im Stadtteil "The Rocks"

Mein Reisegepäck ist ebenso wie mein Visum in Ordnung und kurze Zeit später stehe ich vor meinem Hotel in der Nähe des Stadtteils "The Rocks". Es handelt sich dabei um das am Hafen gelegene ehemalige Viertel der Lagerhäuser und schummrigen Kneipen, nun ein Zentrum für Lokale und Geschäfte.Die meisten der Lagerhäuser sind umgebaut, worin sich nun In-Kneipen oder Shops befinden. Die Hafenbrücke und das Opernhaus, beides Wahrzeichen von Sydney, befinden sich in unmittelbarer Nähe. Respektlos nennen Einheimische die altehrwürdige Hafenbrücke "Coathänger" - Kleiderbügel.

Ein Spaziergang führt dorthin und endet danach in einem der zahlreichen schottischen oder irischen Pups, die Livemusik und Bier vom Fass anbieten. Es gibt dort auch fantastische Restaurants und Lokale, in denen natürlich alle Arten von Meeresfrüchten geboten werden. Mein Tip: Schlammkrabben im Restaurant "Waterfront" , direkt an der Uferpromenade. Davor ankert die originalgetreu nachgebaute Bounty, die in Hollywoodfilmen verwendet wurde und nun als Touristenattraktion Tagesfahrten in der Hafenbucht von Sydney anbietet. Man sollte einige Tage in der Metropole Sydney einplanen, um nur die wichtigsten Besichtigungen machen zu können. Die Hafenrundfahrt mit einer Fähre spart Geld und ist kombinierbar mit einem Besuch des auf der anderen Seite der Bucht gelegenen Taronga-Zoos. Hier begegnet man unter anderem den Wappentieren der Australier, dem Emu und dem Känguruh. Daneben natürlich auch Koalas und verschiedene exotische Tiere der übrigen Welt. Ein bisschen relaxen kann man an den Stränden des Vorortes Manly, ebenfalls per Fähre zu erreichen. Nach Darling Harbour kommt man mit der Magnetschwebebahn über den Strassen der Stadt.

Die blauen Berge

Hundert Kilometer entfernt liegen die Blauen Berge, wo sich auch einige Wildparks befinden. Dort kann man Koalas oder Wombats in natürlicher Umgebung beobachten. "Koala in the Tree" - ist ein Hinweisschild und bedeutet, das man seinen Blick durch die Äste des Baumes schweifen lassen sollte, an dem das Schild angebracht ist. Man kann nun die übliche Route durch das Land wählen, um die Hauptstadt Canberra und Melbourne zu besuchen. Ich habe mich entschlossen, die Küstenstrasse zu wählen, an der einige einsame Nationalparks liegen, ehe man Melbourne erreicht. Eine Stadtrundfahrt führt unter anderem zum Flynders Park, dem Tenniszentrum Australiens. Die Goldgräberstadt Ballarat und die Fahrt entlang der Küstenstrasse zu den Felsnadeln (12 Apostel) runden den Besuch der Umgebung Melbournes ab.

Alice Springs im Herzen Australiens

Ich habe nun genug von der Zivilisation und setze mich in das nächste Flugzeug nach Alice Springs, im "roten Herzen" des Kontinents gelegen - dem Outback. Bei der Vermietstation übernehme ich einen "Bushcamper" , ein allradbetriebenes Fahrzeug mit Campingausstattung. Im Hochdach können 2 Personen schlafen, damit und mit dem hundertachtzig Liter fassenden Treibstofftank ist man ungebunden und gut gerüstet für alle Unternehmungen "jenseits" jeglicher Versorgung. Ich gewöhne mich bei Touren in der Umgebung von Alice, wie die Stadt von den Einheimischen genannt wird, an das neue Fahrgefühl.

Dabei besuche ich einige der malerischen Schluchten der Umgebung. In der Simpsons Gap sind Felswallabies, das sind känguruhähnliche Beuteltiere, zu beobachten. Nördlich von Alice Springs befinden sich die uralten Felsformationen der "Devils Marbles". Nun fühle ich mich bestens gerüstet für die Tour in die Wüste zum weltberühmten Ayer's Rock, den Felskuppeln der Olgas und dem Kings Canyon. Beinahe jeder Besucher Australiens kommt zum Monolithen Ayer's Rock und zu den Kuppeln der Olgas, viele Besucher zählt auch der Kings Canyon. Alle drei Sehenswürdigkeiten kann man am besten zu Fuß erforschen. Für den Aufstieg auf den "Rock" sollte man allerdings bei bester Gesundheit sein, wie auch die Warnschilder am Beginn der Tour verkünden.

Touren für "Fortgeschrittene"

Vom Zentrum Australiens kann man auf Stockroutes, Pisten quer durch die unbewohnte Wüste, nach Westaustralien oder in den Norden reisen. Das sind allerdings Touren für "Fortgeschrittene" und für "erstmalig-geländegängige" keinesfalls empfehlenswert. Eine gehörige Portion Erfahrung und gute Ausrüstung sind erforderlich. Da die Autovermietung Fahrten auf solchen Routen nur sehr beschränkt gestattet, erübrigt sich im Normalfall jegliche Überlegung. Da ich im Vorhinein alle möglichen Erlaubnisse eingeholt habe, mache ich mich auf die wenige Tage dauernde Durchquerung der Wüste und komme wohlbehalten im tropischen Norden Australiens an.

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