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SÜDARABISCHE KULTUREN


Durch das Land der Königin von Saba

Reisebericht von Rosa Hackl


Südarabien - das sind heute zwei Staaten, die Republik Jemen und das Sultanat Oman. Der Jemen entspricht mit seinen knapp 540.000 Km² etwa der Größe Frankreichs allerdings ist diese Größenangabe mit Vorsicht zu genießen, denn nur die relativ kurze Grenze zwischen Jemen und Oman ist eindeutig festgelegt, die lange Grenze mit Saudiarabien im Norden dagegen, die durch die innerarabische Sandwüste al-Rub al-Khali führt, ist bis heute Thema vieler Diskussionen. Landschaftlich ist "Felix Arabia" wie Südarabien früher genannt wurde und insbesondere der Jemen, sehr vielseitig und abwechslungsreich. Tief-und Hochländer, Hochgebirgszonen, Trockensavannen und Stein-und Sandwüsten wechseln einander ab.

Ähnlich abwechslungsreich wie das Land sind auch sein Klima, seine Vegetation und Tierwelt sowie die hier lebenden Menschen und ihre Kulturen. Der Jemen ist eines jener Länder, das mich trotz 15-jähriger professioneller Reisetätigkeit, immer wieder aufs Neue fasziniert. Ich bin diesmal privat mit Khaled unterwegs, dessen Name soviel wie "ewig" bedeutet, was "inshallah" ein gutes Omen für unsere Ehe ist. Ausgangspunkt ist Sanaa, die Hauptstadt des Jemen die auf 2.133 m Höhe liegt und als Stadt mit dem angenehmsten Klima in ganz Arabien gilt. Am Weg nach Amran machen wir am Hochzeitsfelsen halt an dem sich vor allem im Monat der Hadj, der Pilgerschaft nach Mekka, die Hochzeitsgesellschaften und Zaungäste am Freitag versammeln und hier gemeinsam die "irs", die Hochzeit feiern. Die Männer tanzen den "al-bara", den Djambia-Tanz oder veranstalten Schießübungen auf Coladosen, die Frauen sitzen etwas abseits, der Bräutigam ist mit einem Basilikumkranz geschmückt, Zeichen der Fruchtbarkeit.

Faszinierend ist aber auch der Blick auf den in den dreißiger Jahren errichteten Felsenpalast des Imam Yahya, den Dar al-Hadjar und das immergrüne, von Qat- Sträuchern und Obstbäumen nur so überwucherte Wadi. Unser Weg führt uns nun durch eine dunkle zerklüftete Vulkanlandschaft bis wir nach einer Stunde Fahrt die bereits in himjaritischer Zeit gegründete Stadt Amran erreichen. Im Inneren der auf Fundamenten aus Stein errichteten Lehmstadt mit größtenteils erhaltener, teilweise begehbarer Stadtmauer findet man noch Alabasterscheiben und Spolien aus himjaritischer Zeit. Obwohl meine arabischen Sprachkenntnisse erfreuliche Fortschritte machen, mit den rätselhaften Zeichen der südarabischen Schrift, von den Sabäern vor etwa 3.000 Jahren im Jemen eingeführt und von den himjaritischen Königen um die Jahrhunderwende noch immer verwendet, fange ich nur wenig an, was Khaleds Vertrauen in mein, seiner Meinung nach, unbegrenztes Wissen über sein Land, etwas erschüttert.

Nachdem sich langsam ein gewisser Hunger meldet, beschließen wir die Übersetzung des Textes jenen zu überlassen, die diese Schrift lesen können. Wir klettern in unseren Toyota Landcruiser und fahren nach Neu-Amran das im Zentrum der fruchtbaren Ebene liegt, die sich von hier bis nach Raydah erstreckt. Hier gibt es die größten Brathühner, das knusprigste Fladenbrot und, angeblich das beste Salta mit viel "bisbas". Letzteres ist eine Art Eintopf aus Bockshornklee, Helwah, frischen Marak, eine kräftigen Fleischsuppe und Gemüse, eine durchaus wohlschmeckende Kombination. Nachdem unser Hunger einem angenehmen Völlegefühl gewichen ist, fahren wir durch eine traumhaft schöne Berg-und Terrassenlandschaft und über einen 2.800 m hoch gelegenen Paß weiter nach Hajjah. Am Weg besuchen wir das 30 km westlich von Amran gelegene Kuhlan mit seiner alten Imamsburg. Kuhlan ist eine der typischsten verteidigungstechnisch angelgten Wehr-und Fluchtburgen des Jemen. Hier beaufsichtigt ein kleiner freundlicher alter Mann mit unzähligen Falten und einem weißem Bart bereits seit Imams Zeiten die alte Festung mit ihren beiden kleinen Moscheen und unzähligen Speichern.

Von der Terrasse haben wir einen phantastischen Blick auf den gegenüberliegenden Djebel Masar mit seinen Terrassenfeldern. Kurz bevor wir uns wieder auf den Weg machen führt uns der freundlche alte Mann noch stolz an Khaled seine Hand-und Fußschellen vor mit denen er früher im Auftrag des Imam die Gefangenen in Ketten legte. Durch das fruchtbare Wadi Sharis fahren wir weiter nach Hajjah. Hier taucht man in eine völlig andere Welt, im geschützten warmen Klima, gedeihen Bananen, Papayas, Mangos und Sorghum (Hirse). Entlang dem Flußbett entfaltet sich ein kleines subtopisches Paradies mit Kafeeplantagen im Schatten von richtigen Baumriesen. Am frühen Abend erreichen wir Hajjah, hier genießen wir noch einen frischen Papayasaft, bevor wir uns ins Hotel verkrümmeln und von dort die Nebel beobachten, die langsam aus dem Tal aufsteigen. Hajjah gehörte zu den besonders imamtreuen Orten im Jemen und fiel daher, genau wie Kawkaban oder Marib dem Bombardement der Ägypter im Bürgerkrieg zum Opfer. In Hajjah hielt Imam Yahya auch die Scheichsöhne der einzelnen jemenitischen Stämme als Geiseln fest. Der letzte jemenitische Imam al-Badr konnte nach seiner Flucht aus dem Gefängnis von Sanaa nach Hajjah fliehen und von dort den Widerstand gegen die republikanischen Truppen organisieren.

Am Morgen, als die Nebel wieder ins Tal gesunken sind, fahren wir, nachdem wir eine große Portion "fuul" (Bohnen) verputzt haben, in die feuchtheiße Tihama hinab. Hier in Luhaya fühlen wir uns nach Afrika versetzt, Dörfer mit den für Westafrika typischen Kralsbauten aus Lehm und Zweigen und dunkelhäutige Menschen mit negroiden Zügen erwarten uns hier. Sie gehören zum Stamm der Zaraniq, die in einem Zeitraum von mehreren hundert Jahren, meist als Sklaven, ins Land gekommen sind. Heute leben sie als Bauern in dem bis zu 60 km breiten feuchtheißen Küstenstreifen der Tihama die sich entlang des Roten Meers von der Grenze Saudiarabiens bis zum Bal al-Mandeb bei Aden zieht. Am Abend erreichen wir Hodeidah, die moderne größte Hafenstadt des Jemen wo wir die Nacht verbringen. Am nächsten Morgen steht Fisch am Frühstücksspeiseplan, am Fischmarkt von Hodeidah wo man einen guten Eindruck von den enormen Fischreichtum des Roten Meers bekommen kann, gibt es ein kleines Restaurant das auf Holzkohle gebratenen Fisch schon zum Frühstück serviert.

Wir wollen heute nach Kawkha weiterfahren und dort einige Tage am Strand verbringen. Am Weg statten wir Zabid einen Besuch ab und bummeln durch die engen Straßen der alten Stadt mit ihren weißgekalkten Häusern. Zabid war über viele Jahrhunderte hinweg geistiges und politisches Zentrum der Tihama. Die Geschichte der Stadt beginnt im 10 Jahr nach der Hidjrah, also 632 n.Chr. mit dem Übertritt des regierenden Scheichs samt Gefolgsleute zum Islam. Die Ziyaditen gründen hier 200 Jahre später die führende sunnitische Hochschule des arabischen Raumes, die 80 Koranschulen und Moscheen legen davon noch heute Zeugnis ab. Da langsam die Mittagshitze beginnt besuchen wir eine Familie in ihrem über 100 Jahre alten Haus das auch in der Zeit der größten Hitze noch angenehm kühl ist. Khaled sitzt mit dem Hausherrn im Mafradsch dem Herrenzimmer wo Tee getrunken und Qat gekaut wird, ich besuche die Frauen des Hauses im unteren Stockwerk. Wir rauchen gemütlich Wasserpfeife und Nur, die älteste Tochter bemalt meine Hand mit einer Mischung aus Henna, Baumharz, Holzkohlenstaub und Wasser. Die Bemalung der Hände, Arme und manchmal auch der Beine, gilt im Jemen als schön, man könnte es vielleicht mit dem Make Up in Europa vergleichen. Die Formen der Malerei, meist Blüten und Arabesken, lernen bereits die kleinen Mädchen von ihrer Mutter. Nachdem es etwas kühler geworden ist, fahren wir weiter nach Kawkha, das wir nach zwei Stunden erreichen. Hier beziehen wir unsere Strandhütte im Tihama Stil und überzeugen den Koch, daß er uns noch einen gebratenen Kingfish zubereiten soll.

Nachdem wir nun wieder satt sind, sitzen wir noch gemütlich in der großen Gemeinschaftshütte, auf den für die Tihama typischen, hohen Pritschen die verhindern sollen, daß sich ein Skorpion zu dem Schlafenden verirren kann. Die Sterne sind im Jemen fast überall überwältigend klar zu sehen aber hier in Kawkha mit dem Rauschen des Roten Meers im Hintergrund, erscheinen sie uns besonders schön. Nach einigen Badetagen am einsamen Strand und nachdem wir unzählige Muscheln und Korallenstücke gesammelt, sowie die hier in riesiger Zahl auftretenden Taschen-und Einsiedlerkrebse geärgert haben setzen wir unseren Weg weiter fort nach Taiz. Hier auf 1.600 m ist die Temperatur wieder angenehm kühl und das Klima trocken. Bereits die ersten Europäer die den Jemen besuchten wußten Taiz aufgrund seines angenehmen ausgeglichenen Klimas zu schätzen. Heute ist Taiz eine große Geschäftsstadt am Fuß des 3.000 m hohen Djebel Sabir, der zusammen mit den Djebel Habashi, dem "Berg der Äthiopier" und dem Hayfan-Gebirge eine Klimabarriere bildet, die Taiz gegen das feuchtheiße Klima der Tihama abschottet. Erwähnt wird die Stadt erstmals 1175, als Turanshah, der Bruder des bekannten Seefahrers und Feldherrn Saladin aus Ägypten ein Heerlager errichtete. Die bekannteste und schönste Moschee der Stadt, die Ashraffiya Moschee weißt daher eindeutige Züge ägyptischer Architektur auf. Alleine in der Gegend um Taiz könnte man mehrere Tage Exkursionen machen, Janad, die älteste Moschee des Jemen, Jiblah, die ehemalige Hauptstadt der Königin Arwa, Ibb die Provinzhauptstadt des grünen Jemen, Yafrus oder Hamam Dammt wären lohnende Ziele aber wir wollen weiter - unser Ziel ist nun der landschaftlich ausgesprochen reizvolle Küstenstreifen zwischen Aden und Mukalla und dann bereits das Wadi Hadramaut.

Die Fahrt ist lang und so kaufen wir auf der Strecke Qat-Shami ein, dieser gilt als die beste Qat Sorte des Jemen und er hält auf langen Fahrten angenehm munter. Qat, mit botanischem Namen Catha edulis, ist ein immergrüner Baum oder Strauch, der im Hochland über 800 m gedeiht. Qat ist widerstandsfähig gegenüber Hitze und Kälte, Wind und Trockenheit und daher wie geschaffen für das jemenitische Hochland. Die Pflanze erreicht gewöhnlich eine Höhe von bis zu 5 m und ein Alter von 120 Jahren. Die Blätter werden gekaut und der dicke, mit Speichel durchsetzte Brei für mehrere Stunden in der Backe gespeichert, daher erkennt man jeden Qat-Fan an seiner dicken Backe. Wann genau man im Jemen begann Qat zu kauen wissen auch wir nicht aber Khaled erzählt dazu eine nette kleine Geschichte : Einem Hirten fiel eines Tages auf, daß seine Ziegen ungewöhnlich lebhaft durch die Gegend hüpften. Er wunderte sich über das Verhalten seiner Tiere und versuchte den Grund dafür heraus zu finden. Er bemerkte, daß die Ziegen die Blätter des Qat Strauches aßen,als er das sah, nahm er einige Zweige mit nach Hause und kaute die Blätter bevor er zu Bett ging. In dieser Nacht konnte er nicht schlafen, er fühlte sich hellwach. Da er ein sehr frommer Mann war, pries er Gott für seine ungewöhnliche Munterkeit und nutzte de Zeit um zu beten und den Koran zu rezitieren. Die Nachricht von diesen muntermachenden Blättern verbreitete sich schnell und so begann man im Jemen Qat zu kauen. An den Tagen die zwischen Taiz und Sayun, dem Hauptort des Hadramaut lagen, hatten auch wir regelmäßig eine dicke Backe und genossen die anregende Wirkung des Qat sehr.

Das Hadramaut ist nach dem Wadi Rum in Jordanien das zweitgrößte Trockental der arabischen Halbinsel und sowohl landschaftlich als auch historisch faszinierend. Es umfaßt ein weitverzweigtes System von Haupt-und Nebenwadis, die sich vom Beginn bei Shabwah über das Innere Hadramaut bis zum Wadi Masilah an der Küste des Golfes von Aden erstrecken. Das Innere Hadramaut bezeichnet dabei in etwa den Talabschnitt zwischen Hawrah bis Aynat. Das Bild des Inneren Hadramaut wir von steilen Canyonwänden, Pamenhainen, schwarzgekleideten Ziegenhirtinnen und großartiger Lehmarchitektur geprägt. Die permanenten Stammeskriege.von denen die berühmten Jemenreisenden Freya Stark und Hans Helfritz noch in den dreißiger Jahren berichten, sind heute vorbei,die Menschen des Hadramaut tragen weder den für den Bergjemen typischen Djambia noch eine Kalaschnikow aber sie sind im Gegensatz zu den Bergjemeniten eher verschlossen und distanziert. Religion und konservative Geisteshaltung werden hier groß geschrieben.

Ein absolutes "muß" jedes Jemenreisenden ist Shibam, jene Stadt die von den Nachkommen des hadramitischen Reiches vor vielleicht 2.000 Jahren gegründet wurde und heute noch die faszinierendste Lehmstadt des Jemen mit bis zu acht Stockwerke hohen "Wolkenkratzern" ist. Einen Sonnenuntergang über Shibam mitzuerleben ist nicht nur für ein frischverliebtes Ehepaar ein besonderes Erlebnis. Unsere Nächte verbringen wir im ehemaligen Sommerpalast des Sultans in Tarim. Inmitten von farbenprächtigen Bougenvileenhainen gibt es ein kleines Swimmingpool und auch das Kamelsteak ist nicht zu verachten. Die Architektur der Paläste Tarims, von den reichen Kaufmannsfamilien die aus Indonesien zurückkehrten errichtet, ist eine etwas abenteuerliche aber faszinierende Mischung aus Einflüssen europäischer Kolonialarchitektur und südostasiatischen Stilelementen mit einem Schuß Arabien. Nachdem wir die vielen Heiligen gräber der Umgebung abgeklappert haben machen wir uns auf den Weg in die Wüste.

Einen Tag lang durchfahren wir die al-Abr Wüste, Teil der al-Rub al-Kalih der großen arabischen Wüste. Abd el-Karim ein Beduine in einem brandneuen Toyota Hilux ist unser Führer durch die große Leere wie diese Wüste auch genannt wird. Er führt uns zu einer Beduinenfamilie wo wir nicht nur Tee, sondern auch Kamelmilch angeboten bekommen. Sie schmeckt sehr gesund und wir beschließen sie nicht in unseren Speiseplan aufzunehmen. Am Abend erreichen wir Marib, die Stadt der Königin von Saba und Abd el-Karim verabschiedet sich von uns. Er wohnt hier, er und seine Familie haben das Beduinenleben aufgegeben als der Tourismus im Jemen begann. Für ihn hat das Leben der Kamelnomaden der al-Abr und der Sabatain Wüste keine Romantik sondern er sieht vor allem die Härten und Nachteile dieses Daseins, daher ist er seßhaft geworden. Wir können ihn gut verstehen als wir den Luxus eines Swimmingpools innerhalb einer schönen klimatisierten Hotelanlage genießen. Morgen werden wir noch der legedären Königin von Saba die das Herz des Salomon erobert haben soll und Herrscherin des ältesten und bedeutendsten der alten südarabischen Reiche war sehen. Ruinen zweier Tempel und einer faszinierenden Stauanlage zeugen noch von der Pracht dieses untergegangenen Reiches.

Vorbei an erloschenen Vulkankegeln und über zwei Pässe führt uns unser Weg auf die Hochebene von Sanaa wo wir uns nun einige Tage bei unserer Familie ausruhen bevor wir unsere Freunde in Manakha besuchen. Mit Manakha bereisen wir den Bergjemen um den Djebel Haraz mit seinen steinernen Wehrburgen. Sie dürfen auf keiner Jemenreise fehlen, denn sie haben wahrscheinlich am intensivsten von allen Landschaften das Jemenbild geprägt. Manakha liegt auf fast 2.500 m und war schon zur Zeit der türkischen Besatzung ein bedeutender Handelsort mit einer Festung die die wichtige türkische Nachschublinie vom Rotmeerhafen Hodeidah in die Hauptstadt Sanaa sichern sollte. Wir haben uns im Funduk al-Askari einquartiert, für den Moment das beste Haus am Platz. Am Nachmittag wir Qat gekaut und am Abend wir hier getanzt und gesungen. Shauggy der Sänger liebt vor allem die alten traurigen Lieder Sanaas und jene des im Jemen sehr berühmten Abu Bakr, die ebenfalls von verlorener Liebe und gebrochenen Herzen aber auch von der Liebe zum Jemen erzählen. Später wird die Stille der Nacht nur gelegentlich durch das Bellen der Hunde gestört.

Am Morgen unternehmen wir mit Yasir, dem Neffen des Fundukbesitzers, eine längere Wanderung, zuerst nach Hodeib, einem ismaelitischen Pilgerort und dann weiter nach Kahil, einem kleinen ismaelitischen Wehrdorf, das nun schon einige hundert Jahre auf der Felskuppe steht von der man einem atemberaubenden Blick in die Berg-und Terrassenlandschaft des Haraz-Gebiets hat. Am Nachmittag erreichen wir wieder Manakha und ruhen uns von den Strapazen der Wanderung aus, im Mafradsch, dort wo bald alle mit ihren Qat Bündeln hinkommen werden um über die letzten Neuigkeiten zu plaudern, so wie sie es jeden Tag tun. Wir aber müssen am nächsten Tag wieder nach Sanaa fahren und damit geht unsere Reise durch den Jemen zu Ende. Es gäbe noch viele faszinierende Orte die wir besuchen könnten aber nach einigen Tagen in Sanaa, der alten Hauptstadt des Landes, die schon von Sem, dem Sohn Nohas gegründet worden sein soll und deren Altstadt, von der UNESCO zum Denkmal der Menschheit erklärt, die vielleicht schönste des ganzen Landes ist, muß ich wieder die Rückreise antreten - allerdings in der Gewißheit wieder in den Jemen zu kommen und wieder durch dieses vielleicht faszinierendste Land Arabiens zu reisen.

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