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Natur und Kultur im südlichen Afrika

24.09.2013
Ganz alleine zur großen Reise aufgebrochen, da mein Kollege zeitversetzt über die Schweiz nach Südafrika fliegt. Unser Treffpunkt und die gemeinsame Weiterreise erfolgten vom Flughafen in Johannesburg. Um 17.45 Uhr planmäßiger Abflug mit Lufthansa nach München. Dort um 18.50 Uhr angekommen. Von München aus Weiterflug mit South African nach Johannesburg.

25.09.2013
Ankunft in Johannesburg um 09.00 Uhr. Durch eine Sicherheitskontrolle in den Transitbereich. Fred kam 10 Minuten nach mir dort an. Pünktlich geht es zusammen weiter, mit South African nach Windhoek. Nach einem guten Abendessen im Kleinwindhoek Guesthouse wollten wir den Tag beenden.

26.09.2013
Morgens übernahmen wir unsere Toyota’s, bequeme, grosse Geländewagen. Nach einer kurzen ‚Eingewöhnungsrunde’ (in Namibia fährt man links …) durch Windhoek, geht es anschliessend zum Flughafen, um die Reisegäste abzuholen. Bei der Rückfahrt nach Windhoek fuhren wir einem Gewitter nach und es regnete leicht. Es war kalt bei nur 17 Grad. Nach Unterbringung der Gäste war für den Abend eine Begrüßung und Besprechung im Restaurant angesetzt. Dabei haben wir wieder vorzüglich gespeist.

27.09.2013
Nach 8 Uhr erfolgte die Abfahrt zu einer Stadtbesichtigung und dann ab Richtung Norden. Von Windhoek fuhren wir über Okahandja bis nach Otjiwarongo, wo wir um 14.00 Uhr eintrafen. In Otjiwarongo füllten wir in einem SPAR Markt unsere Wasservorräte auf und tankten die Autos, die auch durstig waren. Nach Otjiwarongo suchten wir uns im Freien ein schattiges Plätzchen für ein Picknick. Weiterfahrt über Outjo , dort eine Kaffeepause, und weiter geht’s nach Kamanjab. Während der gesamten Fahrt Affen, Warzenschweine, Giraffen, weiße und rote Termitenhügel auf der Strecke. Im Gegensatz zum Ankunftstag war es ein schöner, sonniger Tag mit Höchsttemperatur von 35 Grad.

28.09.2013
Abfahrt von Kamanjab, durch das Kaokoland geht es erstmal bis Opuwo. Während wir die Autos tankten, machten die Mitreisenden einen kleinen Spaziergang, um das Lokalkolorit aufzunehmen. Bereits der erste Kontakt mit Himbas und Hereros. Ab Opuwo auf Schotter- Sandpiste durch die Kunene Region nach Epupa, wo wir um 15.30 Uhr im Kapika Waterfall Camp ankamen. Bei der Fahrt an Kojoten, Tiki´s, Zebras, Strauße und Esel vorbeigefahren. Aus der Entfernung mehrere Himba-Dörfer und aus der Nähe einen Himba-Friedhof gesehen. Nach dem wir uns häuslich eingerichtet hatten, und nach einer kleinen Erfrischung spazierten wir zum Kunene Fluß, wo wir die Epupa Falls besichtigten. Am gegenüberliegenden Ufer des Kunene liegt bereits Angola.

29.09.2013
Morgens traf unser Guide John, sein Himbaname lautet „Weesome“, im Camp ein. Es war geplant, ein Himba-Dorf zu besichtigen. Es gibt eigene Besichtigungsdörfer, wo man für jeden Schritt und jedes Foto zahlen muss. Gewusst wie – mit John konnten wir ein noch ursprüngliches Himba-Dorf besichtigen. Für den Häuptling besorgten wir ein Gastgeschenk, bestehend aus einem Sack Maismehl, Salz und Öl. Nach einer Belehrung von John über die Sitten und Gebräuche der Himbas überreichten wir dem Häuptling die Geschenke. Bei dem Dorf handelt es sich um einen Kral mit mehreren niedrigen Zweighütten, welche mit Lehm und Kuhdung verkleidet waren. Das Dorf wird vom Häuptling mit seinen 3 Frauen und ca. 15 Kindern bewohnt. Dem Häuptling gelüstete es nach einer 4. Frau und so fragte er nach dem Preis unserer Reiseleiterin. Da wir keinen Platz für 3 Kühe in unserem Auto hatten, hatte sie noch mal Glück. Im Dorf selbst wurde uns von John die Lebensweise der Himbas erklärt. Bei der Rückfahrt kamen wir wieder an dem Friedhof vorbei. John erzählte uns auch hier einiges über die früheren und jetzigen Bestattungsrituale und die Religion der Himbas. Mittags waren wir wieder im Quartier. Nach dem wir die Mittagshitze abgewartet hatten, sonnig bei 39 Grad, brachen wir um 16.00 Uhr mit John zu Fuß zu einer Tour entlang des Kunene Fluss auf. Dabei konnten wir auf einer Sandbank ein ca. 5 Meter langes Krokodil beobachten. Dieses war aber sehr scheu und ist ins Wasser geflüchtet. Im Zuge des Sparzierganges erklärte uns John die verschiedenen Pflanzen und wie diese von den Himbas als Heilmittel eingesetzt werden.

30.09.2013
Heute steht uns ein langer Fahrtag bevor. Abfahrt um 07.30 Uhr. Über die Schotter-Sandpiste zurück nach Opuwo, tanken und weiter über Kamanjab nach Outjo wo wir unser Quartier hatten. Ankunft um 17.00 Uhr in unserer netten Lodge am Ortsrand . Ein weiterer sonniger Tag mit 37 Grad.

01.10.2013
Um 08.30 Uhr ging es weiter Richtung Etosha National Park. Um 10.00 Uhr kamen wir bei unserer Lodge, der Etosha Safari Lodge, vorbei wo wir Hallo sagten und das Hauptgepäck zurücklassen, und sogleich weiter fuhren. Über das Anderson Gate fuhren wir in den Etosha Nationalpark ein. In Okaukuejo befindet sich eine Lodge an einem Wasserloch. Dort machten wir Halt und warteten die Mittagshitze ab. Immerhin hatte es wieder 37 Grad. Danach Streifzug durch den Park. Um 18.50 Uhr mussten wir den Park leider verlassen, da die Tore bei Sonnenuntergang geschlossen werden. Der Aufenthalt im Etosha war überwältigend. So viele Tiere. Elefanten, Giraffen, Zebras, Strauße, Springböcke, Gnus, Oryx, Schwarznasenimpalas (gibt es nur im Etosha), Impalas, Riesentrappen, Kojoten und, und, und …

02.10.2013
Abfahrt um 06.25 Uhr, damit wir beim Öffnen der Tore um 06.40 Uhr bereits in den Etosha Park einfahren konnten. Geplant war um 11.00 Uhr den Park im Osten über das ‚Von Lindequist Gate’ zu verlassen. Dank der Erfahrung unserer Reiseleitung gab so viel zu sehen, wie Elefanten, Zebras, Giraffen, Löwen, Geparden, Springböcke, Gnus,……, sowie eine kurze Besichtigung des Fort Namutoni, so dass wir erst um 12.30 Uhr den Park verließen. Danach folgte eine lange Fahrt über Grootfontain durch die Kavango-Region nach Rundu. Unsere Unterkunft , die n`Kwazi Lodge, lag 13 Kilometer außerhalb von Rundu, direkt am Kavango Fluss und war nur über eine Sandpiste erreichbar. Ich dachte schon, dass wir uns verfahren haben, als ein kleines verwittertes Schild mitten im Nirgendwo eine Abzweigung zur Lodge anzeigte. Bei der Lodge wurden wir mit vielen Entschuldigungen empfangen. Grund dafür war, dass der Generator kaputt war und es keinen Strom gab. Machte aber nichts, da in den Unterkünften Öllampen aufgestellt worden waren. Eigentlich romantisch. Vor dem Abendessen gab es von einer Schülergruppe noch eine Gesangs- und Tanzaufführung.

03.10.2013
Ausschlafen war angesagt da die Abfahrt erst für 09.00 Uhr angesetzt war. Wurde jedoch frühzeitig durch Gesang geweckt. Am anderen Ufer des Kavango waren die Einheimische dabei, ihre Wäsche im Fluss zu waschen… Es folgte ein langer interessanter Fahrtag durch den Kaprivi Streifen, entlang der Grenze zu Angola im Norden und Botswana im Süden. In Kongola dann Unterkunft in der wunderschönen Kwando Lodge unmittelbar am gleichnamigen Fluss. Gleich nach der Ankunft um 16.00 Uhr kurzer Stress, da ein Ausflugsboot soeben ablegen wollte. Dass Boot wartete zum Glück auf unsere Gäste. Fred und ich haben uns inzwischen um das Gepäck gekümmert. Heute ein Kälteeinbruch auf 32 Grad, gemildert durch den Dauer-Blauen-Himmel…

04.10.2013
Abfahrt von Kongola über Katima Mulilo bis Ngoma. Ausreise aus Namibia und Einreise in Botswana. Fahrt Richtung Kasane. In Kasane gegen Mittag die Chobe Lodge besucht und für 15.00 Uhr eine Bootsfahrt auf dem Chobe Fluss gebucht. Die Mittagszeit haben wir in der Lodge verbracht. Die Bootsfahrt dauerte bis 18.15 Uhr. Wieder sehr viele Tiere gesehen (Büffel, Elefanten Flusspferde, Antilopen, Krokodile, Affen, Warzenschweine, Reiher, Störche, Seeadler,…). Weiterfahrt zu unserer Unterkunft, der Kwalapi Lodge, wo wir um 18.50 Uhr in der Dunkelheit ankamen. Der Weg zu unseren Quartieren war recht abenteuerlich. Genauso wie die Quartiere selbst. Es handelte sich um Zelte in Häuserform mit Klimaanlage. Im Bereich des Restaurant enormer Geräuschpegel durch das Quaken von Fröschen. Störte aber nach dem zweiten Bier nicht mehr.

05.10.2013
05.15 Uhr Abfahrt in den Chobe Nationalpark. Gleich nach der Einfahrt lagen 3 Löwinnen im Jagdmodus auf der Lauer. Leider war das Licht für Fotos noch zu schlecht. Auf der Pirschfahrt im Park eine ganz seltene Rappenantilope, sowie Elefanten, Affen, Springböcke, Krokodile, Spechte, Löffelreiher, Ibise, Soutern Ground Hornbill und vieles mehr gesehen. Um 09.30 Uhr wieder aus dem Park raus und dabei gleich in einer Herde von Rappenantilopen gestanden. Was für ein Glück. Nach der Ankunft in der Lodge ein verspätetes Frühstück und Pause bis 16.00 Uhr um die Mittagshitze abzuwarten. Anschließend noch mal in den Park auf Fotosafari. Wieder extrem viele Tiere gesehen. Am Flussufer mussten wir 20 Minuten warten, bis eine Elefantenherde vorbeigezogen war. War gar nicht so ohne, da hormongesteuerte Jungbullen und Elefantenmütter mit ihren Kleinen darunter waren. Um 18.30 Uhr Rückkunft in der Lodge. Beim Abendessen Verabschiedung von Fred, welcher in Chobe zurückblieb.

06.10.2013
Nach gemeinsamen Frühstück und Begleichung der Rechnung nochmals Rundgang um mein Auto, welches ebenfalls zurückblieb. Für 09.00 Uhr war der Transfer zur Grenze nach Sambia ausgemacht. Guide war anwesend, aber kein Bus. Dieser kam erst mit 20 Minuten Verspätung. Transfer zur Grenze und Ausreise aus Botswana. Im Niemandsland ist Botswana von Sambia durch den Sambesi Fluss getrennt. Den Fluss in einem Schnellboot übersetzt und Einreise nach Sambia. Danach 1 Stunde Bustransfer nach Livingstone wo wir um 11.00 Uhr in der Sambesi Waterfall Lodge ankamen. Da die Zimmer noch nicht fertig waren, verbrachten wir die Wartezeit im Restaurant. Unsere Zimmer lagen direkt am Sambesi Fluss. Um 16.15 Uhr Transfer zu den Victoria Fällen, welche der Forscher Livingstone als erster Weißer gesehen und nach der seinerzeitigen englischen Königin Victoria benannt hat. Da wir die Fälle zur Trockenzeit besichtigten, führten sie nur 1/3 Wasser als sonst. Trotzdem war der Anblick beeindruckend. Wir wurden von Lena von einem Aussichtspunkt zum anderen gehetzt.

Zurück um 19.00 Uhr. Abendessen mit sehr vielen Mosquitos und einer Horde betrunkener englischer Jugendlicher, welche sich entsprechend aufführten. Als die ersten in den Pool fielen, dürften die anwesenden Aufsichtspersonen ein Machtwort gesprochen haben, da sich die Besoffenen schnell verdrückten. Danach war es deutlich ruhiger.

07.10.2013
Alois hatte eine Verlängerung der Tour gebucht. Er wurde um 08.00 Uhr abgeholt und nach Botswana zu Fred zurückgebracht. Unser Transfer zum Flughafen nach Livingstone erfolgte um 10.00 Uhr. Der Flughafen wurde neu erbaut und der Innenausbau war noch in Arbeit.

Planmäßig Abflug um 13.15 Uhr mit South African Airbus 319 nach Johannesburg wo wir um 15.00 Uhr ankamen. Weiterflug war für 20.40 Uhr geplant. Daraus wurde aber nichts. Während der Wartezeit zog ein starkes Gewitter auf. Die Rollbahn wurde durch den Regen unter Wasser gesetzt. Ein Blitz nach dem anderen zuckte über den Himmel und der Wind war so stark, dass die großen Blechcontainer von den Rollwagen geweht wurden. Bei einem kühlen Bier habe ich den Anblick, im Trockenen sitzend, durch das Panoramafenster genossen. Später wurde es etwas zäh. Der Flug wurde zuerst um 2 Stunden verschoben. Nach den 2 Stunden schien er gar nicht mehr auf der Anzeigentafel auf und danach mit weiteren 2 Stunden Verspätung. Schlussendlich sind wir mit 5 Stunden Verspätung von Johannesburg weggekommen. Ich war so müde, dass ich gleich mal den Start verschlafen habe. Der Flug nach München erfolgte mit South African Airbus 340.

08.10.2013
Wir kamen um 11.15 Uhr in München an. Natürlich haben wir alle unsere Anschlussflüge versäumt. Beim Lufthansa Schalter mussten wir uns um unsere Weiterflüge kümmern, was zum Glück problemlos funktionierte. Um 15.30 Uhr flogen Lena und ich mit der Lufthansa mit einem Airbus A 320 nach Wien, wo wir um 16.30 Uhr ankamen. Nach der Gepäcksausgabe verabschiedete ich mich von Lena und wartete auf mein Taxi nach Hause.

Fahrstrecke:

26.09.2013: 98 Km
27.09.2013: 471 Km
28.09.2013: 423 Km
29.09.2013: 40 Km
30.09.2012: 572 Km
01.10.2013: 224 Km
02.10.2013: 632 Km
03.10.2013: 439 Km
04.10.2013: 258 Km
05.10.2013: 118 Km
Gesamt: 3.275 Km

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