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Wildes Südafrika


Text und Fotos: Fred Vnoucek


Nach den weitreichenden politischen Veränderungen vor mehr als einem Jahrzehnt ging es sehr rasch im südlichsten Land des afrikanischen Kontinents. Das Ende der Rassentrennungspolitik war gleichzeitig der Beginn eines beinahe einzigartigen Tourismus-Booms. Obwohl Pretoria die Hauptstadt und der Regierungssitz des Landes ist, führen fast alle internationalen Flüge in eine der Metropolen des Landes - nach Johannesburg, Durban oder Kapstadt. Vertretungen der grossen Autovermietungen finden sich ebenso wie touristische Informationsstellen bereits an den Airports, die Infrastruktur erreicht europäischen Standard.

Wer sich rasch an den Linksverkehr gewöhnt, kann bereits selber die Stadtrundfahrt in Johannesburg unternehmen, ebenso im nicht sehr weit entfernten Pretoria. In der Vergnügungsmetropole Sun City kann man eigentlich einen ganzen Urlaub verbringen - falls man auf Golf, Unterhaltung und Glückspiel steht …. Jedoch liegt die von vielen ersehnte Wildnis nicht mehr weit entfernt. Einige Stunden Autofahrt trennen den Besucher noch von Elefant, Nashorn & Co., zu sehen im weltberühmten Krüger-Nationalpark. Noch besser, aber nur für betuchtere Besucher geeignet, ist der Besuch eines der angrenzenden Privatreservate. Während man den Krüger Nationalpark auf asphaltierten Strassen selber "erfahren" kann, wird man in den Privatreservaten stilvoll im offenen Jeep von einem Ranger chauffiert, Aufenthalte hautnah bei den wildesten Tieren inklusive. Das Fahrzeug darf man in keinem Fall verlassen, was angesichts eines Löwenrudels sowieso niemandem in den Sinn kommt.

Neben den Tieren fesseln großartige Landschaften den Besucher, das Grün der Nationalparks steht im Gegensatz zu der schroffen Felslandschaft der Drakensberge und zur kargen Landschaft rund um Outshoorn im Süden. Durch Swaziland führt die Fahrt in Richtung Durban. Die Anreise wird etwas erschwert, weil Swaziland nicht gerade mit Verkehrsschildern gesegnet ist, ist jedoch in wenigen Stunden zu schaffen. Kurz vor Durban dann eine positive Überraschung: der Umfolozi-Nationalpark. Sehr klein, aber reich an Tieren. Vor allem die sonst seltenen Nashörner bekommt man in Umfolozi mit Sicherheit zu Gesicht. Auch Nachtsafaris werden von der Umfolozi Lodge angeboten, mit etwas Glück bekommt man den sonst scheuen Leoparden zu Gesicht.

Die Stadt Durban liegt bereits am Ozean, und ist ein Mekka für Taucher und Wassersportler. Weiter führt die Fahrt durch Wälder und Kulturland nach Port Elizabeth und entlang der "Gardenroute", alles ist grün und mit bunten Blumen durchsetzt. Der Eindruck der Landschaft ändert sich erst während der Anfahrt nach Outshoorn, das bereits in der Halbwüste liegt. Outshoorn ist das Zentrum der Straußenfarmen. Ein Wildpark beherbergt Leoparden und Geparden, in den Restaurants kann man sich an Krokodilsteaks und Straußeneiern delektieren. Der Höhepunkt ist jedoch der Besuch einer der zahlreichen Straußenfarmen, wo man während einer geführten Tour alles Wissenswerte über diese großen Laufvögel erfährt. Im Souvenirshop kann man Artikel wie Staubwedel aus Straußenfedern oder präparierte Eier erwerben. Sehr lustig sind Straußenmamas mit einer Schar ihrer Kücken, etwas fragwürdiger dagegen sind Straußenrennen, wobei die Tiere einen menschlichen Jockey auf ihrem Rücken tragen müssen.

Kurz ist nun die Fahrt nach Kapstadt - oder Capetown, der mit Sicherheit schönsten und interessantesten Stadt im südlichen Afrika. Vor allem bei Schönwetter ist der Tafelberg ein Höhepunkt, man kann mit der Seilbahn auffahren und Spaziergänge auf dem Plateau unternehmen, oder einen herrlichen Blick auf Kapstadt genießen. Zum Einkaufen und Bummeln verlockt die Hafenpromenade. Ein besonderes Erlebnis ist die Fahrt zum "Kap der Guten Hoffnung", der Südwestspitze Afrikas. Hier treffen sich zwei Ozeane, während eines Rundganges kann man Strauße, Klippschliefer und Paviane sehen. Während der Rückfahrt nach Kapstadt empfiehlt sich ein Abendessen in einem der kleinen Fischerorte Simonstown oder Fishhoek. Simonstown ist auch Ausgangspunkt für Bootsfahrten in das Reich der Weißen Haie. Vor Seal Island tummeln sich die großen Raubfische ebenso wie bei der in der Gansbaii liegenden Dyer Insel. Beide Inseln beherbergen große Robbenkolonien, und Robben sind die Hauptnahrung der Haie. Für Wagemutige und Tauchbegeisterte steht auf den Ausflugsbooten ein Haikäfig zur Verfügung, allerdings kann man die Tiere sicher und trocken auch vom Boot aus beobachten. Vor allem während der Sommermonate ist die Chance groß, diesem großen Räuber der Meere zu begegnen, im Spätsommer tummeln sich Glattwale in der Bucht vor Kapstadt.

Der Besuch einer der zahlreichen Weinkellereien im Kapland ist nicht nur bestens geeignet zum Adrenalinabbau nach der spannenden Haisafari, sondern ist in jedem Fall auch ein krönender Abschluss jeder Reise durch Südafrika.

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