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Ziele & Destinationen

Südkorea

Die in Ostasien gelegene Republik Korea, weitläufig Südkorea genannt, ist ein Staat auf dem südlichen Teil der koreanischen Halbinsel.

Einziges direktes Nachbarland ist das im Norden angrenzende Nordkorea (243 km Grenzlänge), die sozialistische Hälfte Koreas. Die beiden koreanischen Staaten hatten sich 1948 im aufkommenden Kalten Krieg gegründet, und die Teilung wurde mit dem folgenden Koreakrieg zementiert. Im Osten grenzt Südkorea an das Japanische Meer (in Korea als Ostmeer bezeichnet), im Süden liegt die Koreastraße und im Westen das Gelbe Meer. Die Hauptstadt Südkoreas ist Seoul.

Klima

Südkorea liegt in der gemäßigten Zone, klimatisch findet man hier vier unterscheidbare Jahreszeiten. Ausnahmen sind einige subtropische Täler an der Südküste von Jejudo sowie Gebiete in einer Höhe über 1700 Meter.

Der Frühling beginnt meist zwischen Ende März und Anfang April und ist mild und recht sonnig. Winde bringen oft feinen gelben Staub aus der Wüste Gobi nach Korea. Im Sommer bringen Südwinde heiße, feuchte Luft von den Philippinen. Die Monsunzeit, in Korea Jangma (장마) genannt, beginnt meist Ende Juni, Anfang Juli. Ein Großteil der jährlichen Niederschläge geht in dieser Zeit auf Korea nieder. Regen wechselt mit klaren Tagen. Darauf folgt ein sehr heißer Mittsommer, der vor allem durch die hohe Luftfeuchtigkeit schwer erträglich wird. Die Tageshöchsttemperatur beträgt oft 30°C und mehr, zusammen mit Luftfeuchtigkeitswerten von über 80-95 %.

Der Herbst beginnt Mitte September, wenn die Winde wieder aus Nordwest wehen. Die trockene Kontinentalluft sorgt für viel Sonne, während die Temperaturen langsam zu sinken beginnen. Der Winter ist in Korea sehr kalt, aber trocken. Winde aus Sibirien bringen selten Schnee. Ab Januar sorgt eine besondere Klimakonstellation für ein bestimmtes Temperaturschema, bei dem sich drei kalte Tage mit vier etwas milderen abwechseln.

Bevölkerung

Südkorea hat eine Bevölkerung von rund 48,6 Millionen und eine hohe Bevölkerungsdichte von etwa 480 Personen pro Quadratkilometer. Mehr als 80 Prozent aller Südkoreaner leben in Städten. Das Bevölkerungswachstum liegt bei etwa 0,4 Prozent, und es wird erwartet, dass ab dem Jahr 2028 die Bevölkerung nicht mehr wächst, sondern anfängt zu schrumpfen. Gleichzeitig haben Koreaner eine sehr hohe Lebenserwartung, die bei 72 Jahren für Männer und 79,5 für Frauen liegt. Diese beiden Faktoren führen zu einer schnellen Alterung der Bevölkerung. Waren 1999 6,9 Prozent der Bevölkerung 65 Jahre alt oder älter, so lag deren Anteil im Jahre 2002 schon bei 7,9 Prozent.

Wie auch in anderen Ländern Asiens gibt es in Südkorea eine traditionelle Bevorzugung von männlichen Nachkommen. Obwohl der Einfluss dieser Denkweisen abgenommen hat, ist der Anteil der Männer in der Bevölkerung höher als der der Frauen. Dies hat in der Vergangenheit häufig zu Besorgnis auf Seiten der Regierung geführt. Heute kommen auf 100 Frauen 101 Männer.

Die Bevölkerung Koreas gilt in ethnischer Hinsicht als weitgehend homogen. Da Korea seit der Vereinigung durch das Silla-Reich im Jahr 668 bis zur Teilung nach dem Zweiten Weltkrieg praktisch ungeteilt war, konnte sich eine weitgehend gleichförmige Kultur entwickeln, die nur geringe regionale Unterschiede aufweist. Seit dem Ende des Koreakrieges ist eine starke Migration aus ländlichen Gebieten in die Städte festzustellen, insbesondere nach Seoul. Seit 1990 konzentriert sich die Entwicklung mehr auf die Vororte von Seoul, wo mit groß angelegten Bauprogrammen ganze Satellitenstädte hochgezogen wurden.

Die einzige Minderheit ist eine kleine chinesische Gemeinschaft, die etwa 200.000 Personen umfasst. Da Südkorea neben Japan die Asienkrise im Jahr 1997 am besten überstanden hat, ist eine große Zahl von Arbeitern aus anderen Teilen Asiens (Thailand, Philippinen und Indien) und auch aus Afrika nach Südkorea ausgewandert, um in den großen Fabriken Arbeit zu finden. Viele befinden sich jedoch illegal im Land. Durch die Beziehungen zu den USA findet man mittlerweile eine große US-amerikanische Einwohnerschaft, die einen ganzen Stadtteil von Seoul namens Itaewon prägt. Hier findet man unter anderem auch das „UN-Dorf“ neben vielen Botschaften und ausländischen Unternehmen. 2004 waren knapp 470.000 Ausländer in Südkorea registriert. Im Jahre 1995 waren es noch nur 124.000.

Auf der anderen Seite wohnen viele Koreaner im Ausland, insbesondere in den USA und der Volksrepublik China, wo jeweils rund zwei Millionen Koreaner leben. Etwa 660.000 Koreaner leben (meist in Folge der japanischen Kolonialzeit) in Japan, etwa eine halbe Million Koreaner leben in Russland und den übrigen ehemaligen Sowjetrepubliken.

Wirtschaft

Südkorea gilt als einer der vier ostasiatischen Tigerstaaten: Noch vor etwa fünfzig Jahren war Südkorea ein isoliertes Agrarland auf dem Niveau von armen Staaten in Afrika oder Asien. Seit den 1960er Jahren hat sich das Land in rasantem Tempo zu einer der bedeutendsten Volkswirtschaften der Welt entwickelt, das in einigen Technologiebranchen die weltweite Führerschaft übernommen hat. Dies wurde in Zusammenarbeit zwischen Regierung und Wirtschaft durch ein Maßnahmenpaket erreicht, das gerichtete Kredite, Importrestriktionen, Exportförderung, Sponsoring von bestimmten Wirtschaftssektoren und Industrien sowie einen enormen Arbeitskräfteaufwand beinhaltete.

Die Asienkrise des Jahres 1997 hat die Schwachstellen dieses Wirtschaftswundermodells offenbart; unter anderem hohe Schulden/Eigenkapital-Verhältnisse, eine massive Überschuldung und Vernachlässigungen im Finanzsektor. Zur Überwindung der Asienkrise hat Südkorea Hilfe des IMF bekommen, allerdings unter der Auflage, sein Finanzsystem zu reformieren und zu stärken. Inwiefern die geforderten Reformen vollständig durchgeführt wurden, ist Gegenstand von Diskussionen.

Das Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt Südkoreas hat mittlerweile jenes eines durchschnittlichen EU-Landes erreicht. Die Wachstumsraten sind noch immer wesentlich höher als in Europa oder den USA.

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Fotos aus Südkorea:

Zum Fotoalbum: Südkorea reloaded
Südkorea reloaded
Fotos © Katja Egger
Zum Fotoalbum: Südkorea - Land der Morgenstille
Südkorea - Land der Morgenstille
Fotos © Frinee Forrer

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