zu den Studienreisen zu den Natur- und Erlebnisreisen zu den Pilottouren zu den Natur- und Erlebnisreisen zu den Pilottouren zu den Tauchreisen zu den Special Event Reisen

Ziele & Destinationen

Mongolei

Die Mongolei ist ein sehr dünn besiedeltes Steppen-, Hochgebirgs- und Wüstenland das zwischen Zentral- und Ostasien liegt.

Klima

Die Lage im zentralasiatischen Hochland beschert der Mongolei eines der extremsten unter den kontinentalen und auch den ariden Klimaten der Welt. Aufgrund des trockenen, ausgeprägten Kontinentalklimas schwanken die Temperaturen im Laufe des Jahres sehr stark: Im Winter liegen die durchschnittlichen Tagestemperaturen bei −25 °C, im Sommer bei +20 °C – womit die Unterschiede zwei- bis drei Mal größer sind als in Westeuropa. Der mittlere Jahresniederschlag erreicht 200 bis 220 Millimeter und nimmt von über 400mm im Norden des Landes auf weniger als 100mm im Süden der Wüste Gobi ab. Im Jahresgang fallen 80% bis 90% der Niederschläge von Mai bis September. Auch die Temperaturdifferenzen zwischen Nacht und Tag sind ungewöhnlich hoch und erreichen bis zu 32°C. Die absolute Temperaturamplitude zwischen Sommer und Winter erreicht bis zu 100 °C.

Bevölkerung

Die große Mehrheit der Bevölkerung der Mongolei (ca. 85%) gehört zum Volk der Mongolen. Die Untergruppen dieses Volkes werden im Wesentlichen durch ihren jeweiligen Dialekt unterschieden. Vor allem im Westen des Landes (Bajan-Ölgii-Aimag und Chowd-Aimag) leben Minderheiten aus verschiedenen Turkvölkern, wie Kasachen und Tuwiner (Urianchai). Zugewanderte Russen und Chinesen leben vorwiegend in den Städten oder als Fachkräfte im Bergbau. Der Anteil der Russen ist nach der Demokratisierung allerdings stark zurückgegangen.

Die Mongolei ist nach Grönland der am dünnsten bevölkerte Staat der Welt, was sich in den nächsten Jahrzehnten vermutlich auch nicht ändern wird. Allerdings hat sich die Bevölkerungszahl in den letzten 30 Jahren verdoppelt.

Im Sozialismus wurde das Bevölkerungswachstum staatlich gefördert und erreichte in den 1980er Jahren Werte von über 3 % pro Jahr. Nach der Wende verschwanden insbesondere für die städtischen Einwohner die meisten sozialen und ökonomischen Anreize zur Bildung von Großfamilien. Die Volkszählung von 2000 stellte noch ein Bevölkerungswachstum von 1,54 % fest. Etwa zwei Drittel der Bevölkerung sind jünger als 30 Jahre, 36 % unter 14. Die durchschnittliche Lebenserwartung betrug 2000 67,25 Jahre (Männer 64,98, Frauen 69,64).

Religion

Die ursprüngliche Glaubensform der zentralasiatischen Steppenbewohner war der Tengrismus, eine Form des Schamanismus. Besonders auf dem Land spielen viele Elemente dieses Glaubens im Alltag auch heute noch eine große Rolle.

Im 16. Jahrhundert etablierte sich in der Mongolei die tibetische Form des Buddhismus (Vajrayana). Der Herrscher Altan Khan verlieh 1578 zum ersten Mal den Titel Dalai Lama an Sonam Gyatso (seine zwei Vorgänger wurden posthum ernannt). 1586 wurde aus den Steinen der ehemaligen Hauptstadt Karakorum auf einem 16 Hektar großen Gelände das buddhistische Kloster Erdene Zuu errichtet, das über 60 buddhistische Tempel beherbergte.

Seither ist die vorherrschende Religion in der Mongolei der Lamaismus, insbesondere dessen tibetische Linie Gelugpa, aus der auch der derzeitige 14. Dalai Lama, Tenzin Gyatso, stammt. Einen starken Einbruch gab es in der Zeit des Sozialismus unter sowjetischer Dominanz, als viele Klöster und Tempel zerstört wurden, darunter auch 1937 Erdene Zuu. Tausende von Lamas wurden ermordet oder verbannt. Nach der Demokratisierung 1991 lebte die Ausübung der Religion aber wieder stark auf. In zahlreichen mongolischen Jurten findet sich heute wieder ein Portrait des Dalai Lama.

Die meisten der als Minderheiten in der Mongolei lebenden Turkvölker, wie z.B. die vorwiegend im Bajan-Ölgii-Aimag lebenden Kasachen, sind Anhänger des Islam, mit Ausnahme der Tuwiner.

Sport in der Mongolei

Die Mongolen lieben die drei „männlichen“ Sportarten Ringen, Bogenschießen und Pferderennen. Diese haben ihren Ursprung in den militärischen Anforderungen der mongolischen Geschichte und finden ihren jährlichen Höhepunkt jeweils im Naadam-Fest (siehe unten).

Bei den Pferderennen treten Kinder auf ein- bis fünfjährigen oder ausgewachsenen Pferden gegeneinander an. Je nach Altersklasse werden verschiedene Distanzen geritten, beim großen Rennen am Naadam-Fest in Ulaanbaatar über volle 30 km.

Beim mongolischen Bogenschießen werden traditionelle Reflexbogen verwendet, um Pfeile mit stumpfer Spitze auf spezielle, aus Leder geflochtene Ziele abzuschießen. Obwohl der Ursprung in den berittenen Bogenschützen des Mittelalters liegt, werden die Wettbewerbe heute nur noch zu Fuß durchgeführt.

Mongolische Athleten sind aber auch im modernen Schießsport vertreten. Am bekanntesten ist die Pistolenschützin Munkhbayar Dorjsuren, welche eine ganze Reihe von Weltcupsiegen und Weltmeistertiteln errungen hat und an mehreren Olympischen Spielen teilgenommen hat. 1992 gewann sie in Barcelona die Bronzemedaille mit der Sportpistole.

Der Ringkampf ist die einzige der drei Sportarten, welche bis heute weitgehend den Männern vorbehalten ist. Überall im Land messen die jungen Männer bei jeder sich bietenden Gelegenheit ihre Kräfte gegeneinander. Der eher gedrungene und kräftige Körperbau der meisten Mongolen kommt ihnen dabei sehr entgegen. Der Verlierer eines Kampfes bückt sich traditionell unter dem ausgestreckten Arm des Siegers hindurch. Der Sieger darf den Adlertanz ausführen, bei dem er mit ausgestreckten Armen hüpfend das Turnierbanner umkreist.

Seit etwa 1992 haben mehrere mongolische Ringkämpfer zum japanischen Sumōsport gewechselt und dort beachtliche Erfolge errungen. Die Athleten nehmen dafür japanische Namen an, und zur Teilnahme in den höheren Ligen auch die japanische Staatsbürgerschaft. Die bisher größten Erfolge erzielte Asashōryū Akinori (Dolgorsüren Dagwadordsch), welcher 2003 den Titel eines Großmeisters (Yokozuna) errang und 2005 als erster Ringer alle sechs Turniere des Jahres hintereinander gewann.

Das National Olympic Committee of Mongolia wurde 1956 gegründet und 1962 vom Internationalen Olympischen Komitee aufgenommen. Seither haben mongolische Athleten insgesamt mehr als ein Dutzend Medaillen gewonnen.

Text und Bilder dieses Beitrags stammen aus dem Artikel Mongolei der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU Free Documentation License. Die Liste der Autoren ist in der Wikipedia unter dieser Seite verfügbar, der Original-Artikel lässt sich hier bearbeiten.

Fotos aus der Mongolei:

Zum Fotoalbum: Westmongolei
Westmongolei
Fotos © Mag. H. P. Griesmayer
Zum Fotoalbum: Mongolei
Mongolei
Fotos © Mag. H. P. Griesmayer
Zum Fotoalbum: Mongolei 2013
Mongolei 2013
Fotos © Mag. H. P. Griesmayer

Reisen in die Mongolei:

Reiseberichte aus der Mongolei: